Archive for the ‘ syntax ’ Category

Wortstellungsunterschiede, Teil 13 – freilich

Freilich kann man man ins Tschechische mit ovšem übersetzen.

Vergleichen wir dazu die zum Deutschen unterschiedliche Satzstellung von ovšem.

Deutscher Beispielsatz:
Freilich hat er nicht immer recht.

Mögliche tschechische Übersetzungen:
Ani on ovšem nemá vždy pravdu.
Ovšem ani on nemá vždy pravdu.

Was nicht geht:
*Ovšem nemá ani on vždy pravdu.

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Wortstellungsunterschiede, Teil 12 – Ausrufesatz mit “wie”

Im deutschen Ausrufesatz, der mit “Wie” eingeleitet wird, steht das Verb an der letzten Position:

dt. Wie schön das alles ist!
dt. Wie schön das alles war!

Im Tschechischen steht das Verb nicht hinten, wie es die Übersetzungen belegen:

tsch. Jak je to vše pěkné!
tsch. Jak to bylo vše pěkné!


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Wortstellungsunterschiede, Teil 11 – Die Ausdrücke “noch, schon, jetzt”

Die Adverbien “noch”, “schon” und “jetzt” stehen in einem tschechischen Satz an einer anderen Stelle als in einem deutschen Satz. Es ist zwar nicht ungrammatisch “už” und “ještě” an der gleichen Stelle wie im Deutschen zu verwenden, aber eben nicht so üblich.

Im Deutschen sagt man: Ich muss noch abwaschen.
Im Tschechischen sagt man: Ještě musím umýt nádobí.

Im Deutschen sagt man: Er kam schon.
Im Tschechischen sagt man dagegen: přišel.

Im Deutschen sagt man: Also ich muss jetzt Schluss machen.
Im Tschechischen sagt man: Tak já musím končit.

Beachte, dass ich im letzten Beispiel  “jetzt” nicht mit “teď”, sondern auch mit “už” übersetzt habe. Dass es so richtig ist, lässt sich per Google-Suche verifizieren:

“Tak já už musím končit.” vs. “Tak já teď musím končit.”

Im Deutschen dagegen verwendet man vorzugsweise “jetzt”:

“Also ich muss jetzt Schluss machen” vs. “Also ich muss schon Schluss machen”


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Wortstellungsunterschiede, Teil 10 – Temporaladverb

Das deutsche Temporaladverb “gestern” wie im Satz

Die Vorstellung gestern werde ich so bald nicht vergessen.

kann ins Tschechische nicht einfach eins zu eins als Temporaladverb “včera” übersetzt werden. Stattdessen müssen wir “gestern” zum Adjektiv “včerejší” deadverbaliseren.  Die richtige Übersetzung des obigen Satzes sollte demnach sein:

Na to včerejší představení hned tak nezapomenu.

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Wortstellungsunterschiede, Teil 9 – Possessivpronomen + “beide”

Die Wortstellung Personalpronomen vs. “beide” verhält sich im Deutschen genau umgekehrt als im Tschechischen, sonst wäre das Tschechischerlernen viel zu einfach, und das kann ja nicht sein ;-)

Im Deutschen kommt zunächst das Possessivpronomen und erst darauf folgt das Wort “beide”. Ein Beispiel:

Er schlug auf seine beiden Trommeln.

Im Tschechischen kommt zuerst das Wort “beide” und dann erst das Possesivpronomen. Die Übersetzung des obigen Beispiels ist folglich:

Bušil do obou svých bubnů.


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Wortstellungsunterschiede, Teil 8 – Pronomen im Dativ und Akkusativ

Die heutige Regel um sich die interne Reihenfolge zwischen dem Dativ- und dem Akkusativpronomen zu merken ist einfach:

Im Deutschen folgt das Dativpronomen auf das Akkusativpronomen, wogegen im Tschechischen es genau umgekehrt ist: Das Akkusativpronomen folgt auf das Dativpronomen.

dt. Ich sage es ihm.

tsch. mu to řeknu.

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Wortstellungsunterschiede, Teil 7 – nach der Konjunktion ‘und’

In unserer Mittwochsreihe lernten wir bisher recht einfache und bekannte Wortstellungsunterschiede, die es zwischen dem Deutschen und dem Tschechischen gibt. Obwohl die deutsche Wortstellung der tschechischen deutlich mehr ähnelt als der englischen, gibt es natürlich noch hunderte feine Unterschiede. Etwa zwanzig werde ich noch vorstellen – damit kriegen wir das Jahr gut rum ;-)

Diese Unterschiede sind  – könnten wir sagen – für Fortgeschrittene, aber es schadet nicht, wenn auch Anfänger sie zu Herzen nehmen.

Heute betrachten wir das Segment hinter der Konjuktion und (tsch. a). Wie steht es um die Reihenfolge zwischen einem Verb/Verbpartizip und einem Pronomen hinter “und”? Lassen Sie uns zwei Sätze vergleichen:

dt. Der spinnt, haben die anderen gesagt und ihn aufgefordert.

tsch. Má to v hlavě přeházené, říkali ostatní a vyzvali ho.

Im deutschen Satz folgt auf “und” direkt das Pronomen “ihn”, wogegen im Tschechischen nach “und” zunächst das Verb folgt und dann erst das entsprechende Pronomen “ho”.

Wie kann man sich das aber merken? Nun, im deutschen Satz folgt im Grunde nach “und” auch ein Verb, genau gesagt das Hilfsverb “haben”, nur ist es nicht sichtbar! Wenn wir diese Elipse hinzufügen, erhalten wir diesen Satz:

dt. Der spinnt, haben die anderen gesagt und [haben] ihn aufgefordert.

und erkennen keine Syntaxunterschied zwischen Deutsch und Tschechisch.

Wir können aber auch den deutschen Perfekt auf Präteritum umstellen und erkennen auch hier keinen Syntaxunterschied mehr zwischen Deutsch und Tschechisch:

dt. Der spinnt, haben die anderen gesagt und [forderten] ihn auf.

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Wortstellungsunterschiede, Teil 6 – Adjektive bei Fachbegriffen

Heute stelle ich in unserer Mittwochsreihe zu Wortstellungsunterschieden zwischen der deutschen und der tschechischen Sprache eine einfache Regel zur Stellung von Adjektiven in diesen zwei Sprachen vor.

Wie wir alle wissen, stehen im Deutschen die Adjektive, die ein Nomen näher bestimmen, vor einem solchen.
Dies gilt auch für die tschechischen Adjektive, allerdings mit einer Ausnahme: Wenn es sich bei dem Nomen um einen Fachbegriff (Terminus) handelt, dann stehen die Adjektive hinter dem Nomen.

Beispiel mit Terminus:
Hauskatze -
tsch. kočka domácí

Beispiel ohne Terminus:
Hausgemachter (Blech)kuchen –
tsch. domácí koláč

© Susanne Schmich / PIXELIO'


Teil 1: Trennbare Präfixe

Teil 2: Satzklammer

Teil 3: Nebensatz mit subordinierender Konjunktion

Teil 4: Nebensatz und Infinitive

Teil 5: Nebensatz ohne Konjunktion

Foto: Pixelio

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Wortstellungsunterschiede, Teil 5 – Nebensatz ohne Konjunktion

Wir setzen unsere Reihe über die Unterschiede zwischen der deutschen und der tschechischen Syntax fort und schauen uns kurz die folgende deutsche Konstruktion an:

Ich glaube diesen Mann zu kennen.

Wir versuchen sie wortwörtlich ins Tschechische zu übersetzen und erhalten:

* Myslím toho pána znát.

Das geht im Tschechischen natürlich nicht, der Satz ist so ungrammatisch.

Bei dem deutschen, oben angegebenen Satz, handelt es sich im Grunde um eine verkürzte Form von

Ich glaube, dass ich diesen Mann kenne.

Jetzt kommen wir der richtigen tschechischen Übersetzung näher, denn die Satzkonstruktion mit der Konjunktion “dass” ist dem Tschechischen bekannt, ja sogar nur eine solche dass-Konstruktion ist im Tschechischen möglich. Wortwörtlich können wir den Satz also schon mal übersetzen mit:

Já myslím, že já toho pána znám.

Wir eliminieren noch die Pronomen “já” und erhalten damit die richtige tschechische Übersetzung:

Myslím, že toho pána znám.


Teil 1: Trennbare Präfixe

Teil 2: Satzklammer

Teil 3: Nebensatz mit subordinierender Konjunktion

Teil 4: Nebensatz und Infinitive

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Wortstellungsunterschiede, Teil 4 – Nebensatz und Infinitive

Im Teil 3 unserer Reihe zu Wortstellungsunterschieden zwischen dem Deutschen und dem Tschechischen haben wir gesehen, dass in einem tschechischen Nebensatz das Verb oder der gesamte Wortkomplex direkt hinter der Konjunktion steht.

Heute betrachten wir den Unterschied in der internen Reihenfolge der Verben zwischen dem Deutschen und dem Tschechischen, wenn ein Infinitiv dabei ist.

dt. Er fragte mich, ob er einkaufen soll.
tsch. Ptal se mě, jestli nakoupit.

Wir sehen, dass die Reihenfolge von ‘einkaufen’ und ’soll’ im Tschechischen vertauscht ist. Im Tschechischen steht am Ende des Satzes der Infinitiv.

Wir nehmen noch einen Infinitiv in den Satz und erhalten folgendes Bild:

dt. Er fragte mich, ob er einkaufen gehen soll.
tsch. Ptal se mě, jestli dojít nakoupit.

Fazit
Alle Verben in einem tschechischen Nebensatz stehen genau andersherum als es im Deutschen der Fall ist.


Teil 1: Trennbare Präfixe

Teil 2: Satzklammer

Teil 3: Nebensatz mit subordinierender Konjunktion

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