Archive for ‘ Juli, 2009

Ein Strauß-Zungenbrecher, der es in sich hat

An einem tschechischen Zungenbrecher (tsch. jazykolam) kann ich mir selbst als  Tschechisch-Muttersprachlerin die Zähne ausbeißen. Es geht um diesen:

Šel pštros s pštrosicí a pštrosáčaty do pštrosáčárny.

Auf Deutsch heißt der Zungenbrecher:

Ein Strauß (Männchen) ging mit Strauß (Weibchen) und kleinen Straußen in einen Strauß-(Raum-Suffix).

Der Strauß-Vogel heißt auf Tschechisch demnach pštros und die zweite Strauß-Bedeutung  – die vom Blumenstrauß – übersetzt man ins Tschechische mit kytice.

Kytice ist auch der Titel der bekanntesten Gedichtsammlung von Karel Jaromír Erben


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Der schleichende Krebs

Das Krustentier Krebs bezeichnet in der deutschen Sprache passenderweise auch das Tumorleiden Krebs. Die Krebserkrankung schleicht sich auch so langsam an wie das Krebstier.

Im Tschechischen heißt Krebs, das Krebstier, ganz einfach rak. Das Tumorleiden bekommt noch ein Suffix, das “Leiden”-Suffix (siehe auch kocovina) angehängt und heißt rakovina.

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Autodidakt

Wenn Sie sich Ihre Tschechischkenntnisse im Selbstunterricht aneignen, dann sind Sie ein Autodidakt oder tschechisch ein samouk.

Samouk ist ein Kompositum, bestehend aus den Wörtern samo (dt. selbst) und uk (dt. Lerner), ein Substantiv, das von dem Verb učit se (dt. lernen) abgeleitet ist.

Weil es sich bei samouk um ein Kompositum handelt, muss man entgegen der Sprachgewohnheiten die zwei Buchstaben o und u in diesem Wort separat lesen, also samo-uk mit drei Silben (sa-mo-uk). Ein Gegenbeispiel was die Aussprache betrifft, wäre zum Beispiel das Wort pavouk (dt. Spinne), das aus zwei Silben (pa-vouk) besteht.

Das deutsche autodidaktisch heißt im Tschechischen samoučně, wenn es ein Adverb bzw. samoučné, wenn es ein Adjektiv ist.

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Alle Jubeljahre einmal – türkische Ostern

Die Redewendung Alle Jubeljahre einmal wird ins Tschechische übersetzt mit
Jednou za uherský rok

Die tschechische Redewendung geht auf die Soldaten zurück, die in der österreichisch-ungarischen Monarchie (tsch. rakousko-uherská monarchie) nach unendlichem Warten erst nach einem Jahr ihren Sold erhalten haben, obwohl sie tapfer die Grenze gegen die Türken verteidigt hatten. Den Zahlungstermin haben sie manchmal auch turecké velikonoce (dt. türkische Ostern) genannt, was nie bedeutet.

Wortschatz:
Österreich-Ungarn → (tsch. Rakousko-Uhersko)
Jahr →
(tsch. rok)

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… für Dummies

Ihr kennt alle diese Bücherreihe für Anfänger: PCs für Dummies, HTML für Dummies, Blogging für Dummies, usw. Ich gehöre zu den wenigen Leuten, die wirklich keine Ahnung von Kunst (tsch. umění) haben und daher schenkte mir mein Gefährte ein Buch aus dieser Reihe: Kunst für Dummies.

Und ich muss sagen, das Buch hat es geschafft mir die Kunst schmackhaft zu machen. Kaum zu glauben. Ich bin durch dieses Buch natürlich zu keiner Kunst-Expertin avanciert, aber ich habe zumindest etwas Gefühl für die Kunst bekommen.

Auf Tschechisch wird eine äquivalente Bücherreihe verlegt. Der Titel ist im Gegensatz zum deutschen harmloser – weniger beleidigend.

Statt “…für Dummies” heißt es in der tschechischen Bücherreihe “…pro zelenáče” (dt. für Anfänger).

Das Wort zelenáč ist dennoch stilistisch markiert. Man könnte es mit Grünschnabel übersetzen. Anfänger übersetzt man in der Regel mit začátečník.

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Gemütlichkeit mit Messer und Axt?

Nach dem gestrigen Musikclip mit einem jodelnen Karel Gott habe ich heute etwas für das jüngere Publikum ;-)

Den rockigen Song von Kabát mit dem Titel pohoda (dt. Gemütlichkeit oder noch besser Chilligkeit):

Ich kann nicht ganz verstehen, wieso der Song mit “Gemütlichkeit” betitelt wurde. Im Refrain heißt es nämlich:

Když se u nás chlapy poperou
tak jenom nožem a nebo sekerou

Auf Deutsch übersetzt heißt es:

Wenn sich bei uns die Männer prügeln,
dann nur mit ‘nem Messer und ‘ner Axt

Aber vielleicht bezieht sich der Songtitel nicht auf den Refrain, sondern auf den restlichen Text. Dort geht es nicht mehr so brutal zu und prädigt eher Gelassenheit.

Der komplette Songtext Kabáts Pohoda.

Update (Ersatzvideo):

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Tschechische Texte mit nur einsilbigen Wörtern

Also das hätte ich auch nicht gedacht, dass die tschechische Sprache sooo viele einsilbige Wörter zur Verfügung stellt, dass man mit ihnen eine ganze Geschichte erzählen kann. Die Geschichte, die ich als erstes gefunden habe, fängt so an:

Žil prý kdys muž Jan, spíš hoch, tak byl mlád. Měl rád svět, v něm lid, luh, les a vše kol. On si však přál též mít rád tu z žen, co je jak sen či květ, jak zář hvězd.
O dost dál, kde svět má snad svůj kraj, byl hvozd pln skal, v nichž hrad, co za tmu mlh se kryl. Tam pro flirt chtěl mít zlý pán jak ďas, tu, o níž si Jan řek:…

Diese romantische Geschichte geht auf Minimax.cz in diesem einsilbigen Stil weiter. Einem Kommentator fiel dort auf, dass doch nicht alle Wörter einsilbig sind, es sind zweisilbige Wörter wie ale und ani reingerutscht.

Einige Wörter in diesem Text werden normalerweise nur noch in der Lyrik verwendet und heute durch zweisilbigen ersetzt. In dem kurzen Abschnitt oben sind es diese:

kdys  → kdysi
(dt. damals)
kol → kolem
(dt. herum)
též → téže/také
(dt. auch)
pln → plný
(dt. voll)
řek → řekl
(dt. sagte)

Die bekannteste einsilbige Geschichte ist von Jan Werich und trägt den Titel: “Chlap, děd, vnuk, pes a hrob”:

Žil kdys kdes chlap. Dá se říct též muž či kmán, jak kdo chce. Já ho zvu chlap. Nu, a on krad, ten chlap. Krad, co moh a kde moh. Zvlášť, když měl hlad.

Byl den jak květ, pták pěl, klas zrál a nad vším jas.

Jen hvozd se tměl, tam, kde spal chlap.

Spal den a noc, neb pil jak Dán. Když jím třás chlad, vstal a chtěl jít dál, leč měl hlad. Jed by. A pil! Spíš pil, jen mít zač! Měl ret jak troud.

Vždyť se dá jít na lup, i když je den. Tak šel.

Jde, až zří plot, a na něm čte: Je tu zlý pes!

“Zlý pes; -a to se mám bát? To snad ne!” a just tam šel krást.

Leč pes tam byl. A zlý! A jak! Jak ďas!

Jen se chlap vkrad, už tu byl pes a vyl. Pán sic spal, leč pes vyl a řval čím dál tím víc, až pán vstal a vzal si zbraň.

“Vem si ho! Drž ho! Jen mu dej!!”

Křik, sběh a ryk, chlap chce pryč, je tu však pes i pán, je to už kmet, a řve: “Já ti dám u nás krást!” A kmet se rve jak kdys, když byl mlád.

Leč chlap je mlád dnes a dnes má víc sil! Kmet už je mdlý, chlap na něj klek a chce ho bít, když tu zlý pes se zved a chňap! Chlap má prst pryč. Než pes spolk prst, než kmet se vzmoh, chlap skrz sklep jde ven. Tam, co je vchod, je schod a u něj hůl, spíš kyj. Kmet se chtěl prát, leč kyj je kyj, a chlap bil ze všech sil, až kmet pad.

Pes rval dál. Rval dlaň i pěst a teď chce rvát chřtán. Chlap, pot a krev, má spěch. Děd sic pad, leč teď zas na dvůr vběh vnuk, spíš hoch než muž, a chce znát: “Kdo tu chtěl krást a kde je náš děd?”

To už chlap byl přes dvůr, tam, co je stáj.

A přes plot kůň, a na něm chlap. Vnuk sáh níž, než je bok, tam, co měl kolt, a jak stisk, kolt štěk BENG! BENG!

Chlap jek a kůň se vzpjal; leč jde zas dál.

Děd vstal, je živ a zdráv, jen chlap je pryč a s ním i kůň. Vtom vnuk křik: “Hleď!”, a jak to řek, tam, co je brod, kůň stál, pak se hnal dál, zas stál, pak pad. Chlap je pod ním. Teď však se zved a dal se v běh, tam, co je hvozd. Chce se v něm skrýt.

“Jen ho nech,” řek děd. ” Kdo zná líp kraj? Kdo z nás tu rost? Teď bych chtěl lok, jak pes chce kost.”

Vnuk mu dal džin.

“Vem psa a pojď,” řek děd a mlask. “Dej si též hlt.” Vnuk písk na psa a šli.

Chlap si sed pod strom. Kůň mu zdech, pes si vzal prst a ten kolt, co po něm šleh jak blesk, mu z plic vzal dech i krev. Chtěl by jít dál. Leč čím dál tím míň má sil, je bled, je sláb, je sám, má strach.

Klek, chtěl vstát, leč spad zpět na strom a po pni se svez na zem. Lez jak plaz, rval mech i vřes, jak táh trup o píď dál. Už ví, že je zle. Zrak se mu tmí i sluch mu ztich. Chce však pryč, tam, kde je svět a kde je jas, ne tma. Přec, kde je tma, je smrt!

… Ne, teď ne! Chce se mi spát, je noc a den a noc. Pak jsem zas fit! Jen mít čas, chléb a sůl a džbán! Moh bych být živ… živ líp…

Pes štěk.

A po něm hned hlas: “Rek čul krev! Bež za ním!” • “Kam štve?” křik hoch. • “Tam za ten dub!”

A tam ten chlap byl. Pes nad ním stál, pak hoch, pak kmet.

“To je on,” řek kmet a vzdech: “Tys mu dal..” • “Proč u nás krad?” • “Co když měl hlad, co když chtěl jíst?” • “Ten znal jen pít, ten vrah.” • “On ví už svý, tak nač ten hněv? Pojď.” • “Co s ním?” • “Už nic.”

Ko Nec

Quelle

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Erdmännchen – Hände hoch!

Dieses Video will ich euch nicht vorenthalten. Ein Erdmännchen (tsch. hrabačka), das sich genüsslich kraulen (tsch. drbat) lässt.

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Karel Gott jodelt und Kühe tanzen Rock’n Roll

Nach diesem Video von 1963 habe ich schon länger gesucht. Torsten von der bördebehörde hat es neulich gepostet. Darin Karel Gott als jodelnder Countryboy im Rock’n Roll-Stil.  Das Lied heißt “Zdvořilý Woody” (dt. höflicher Woody). Bekannt ist es auch unter dem Namen “Krávy málo dojí”.
Das tschechische Verb dojit hat im Deutschen keine lexikalische Entprechung. Das Verb lässt sich aber mit Milch geben umschreiben. Somit kann man den Titel übersetzen mit Die Kühe geben wenig Milch.

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Köstliche Früchte und Salate

Der Sommer ist angekommen und so fällt es mir leichter auf Gekochtes zu verzichten und stattdessen Früchte und Salat zu essen.

Richtig appetitanregende Obst-, Gemüse-, Nüsse- und Samen-Fotos sind auf der Seite von Freshness abgebildet. Jedes Foto ist mit einer tschechischen Bildunterschrift versehen, z.B. okurka (dt. Gurke) oder ředkvičky (dt. Radieschen). Schaut euch die Fotos einfach so an oder um die entsprechenden tschechischen Bezeichnungen zu lernen.

Tschechische Früchte-, Gemüse-, Salat- und Samenbezeichnungen

Tschechische Früchte-, Gemüse-, Salat- und Samenbezeichnungen

Ein paar weitere Fotos findet man noch in ihrem Foto-Album.

Grundwortschatz:
Obst → ovoce
Gemüse → zelenina
Salat → salát
Nüsse → ořechy

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